Der Bre3D-Award 2018/2019

Der Bre3D-Award 2018/2019

Unter dem Motto „Zeigt her, was ihr könnt!“ wurde der erste Bre3D-Award vom Senator für Arbeit, Wirtschaft und Häfen ausgelobt. Bewerben konnten sich Unternehmen, Personen, Projekte aller Größe und Form, auch junge Start-ups waren willkommen!

Am Montag, 25. April wurden die Preise in insgesamt sieben Kategorien vergeben.

Wir freuen uns, dass auch einige unserer Mitglieder sich nicht nur beworben haben, sondern auch Preise erhalten haben! Wir gratulieren den Gewinnern:

1. Preis in der Kategorie Prozesse und Verfahren:
Kaustik
Das Ziel des Forschungsprojektes lag in einer vollständig automatisierten Datenaufbereitung im Rahmen der Serienfertigung von dentalen Bauteilen durch einen Laserstrahlschmelzprozess (LBM). Der im Projekt entwickelte Softwareprototyp ist in der Lage eine automatisierte Datenaufbereitung umzusetzen. Dabei werden Datensätze, die von der Qualitätskontrolle freigegeben werden, direkt und vollautomatisch vorbereitet und auf der vorgesehenen Bauplattform platziert.
TEAM
Christian Kober (ISEMP) und Sabrina Bergel (BEGO Medical)

2. Preis in der Kategorie Prozesse und Verfahren
Roboterhaut aus dem Drucker
Für die Steigerung von Produktionseffizienz und Automatisierung sind Greifer und Manipulatoren elementar. Um Objekte, die sehr komplex, vielfältig oder druckempfindlich sind zu bewegen, wurde ein Demonstrator-Finger mit einer bionisch inspirierten, additiv fertigbaren und druckempfindlichen Haut für Greifer entwickelt. Dieser wurde durch die Kombination von zwei additiven Verfahren (Filament 3DDruck und Dispensing), sowie von drei Materialien (Polycarbonat (PC), mit Silber gefülltes Epoxid und mit Kupferfasern gefülltes thermoplastisches Elastomer (TPE)) realisiert. Der Finger ist mit einem „Tastsinn“ und einen „Abstandssinn“ ausgestattet worden, weitere elektronische Komponenten wie Sensoren, Widerstände, LEDs, Prozessoren u.ä. im Innern der Bauteile sind bei Bedarf integrierbar.
TEAM
Jonas Deitschun, IFAM
Kira Friedrichs, IFAM
Lena Heemann, IWT

2. Preis in der Kategorie Produkte und wirtschaftliche Anwendungen
6058 – Betriebsmittel zur Positionierung und Befestigung einer Zierblende
Um eine Zierblende im Produktionsablauf in der Automobilherstellung sicher positionieren und fixieren zu können, musste ein Betriebsmittel entwickelt werden. Anforderungen waren u.a. schnelle Umsetzung, kurzfristige Verfügbarkeit, geringes Gewicht, einfache Bedienung und Anwendung unter Berücksichtigung der Taktzeit, Vermeidung von Lackbeschädigungen sowie eine angemessene Haltbarkeit bei 3-schichtiger Nutzung im industriellen Umfeld.
Die Baugruppe besteht im Wesentlichen aus FDM-Bauteilen und wurde durch verschiedene Normteile sowie ein CNC gefrästes Kunststoffteile ergänzt. Die nahezu unbegrenzte Designfreiheit der additiven Teile war für die Umsetzung sehr hilfreich. Das Betriebsmittel ist im Einsatz und kann bei Bedarf in der gewünschten Menge kurzfristig nachgeliefert werden.
TEAM
Peter Simons, Fa. Lippold

3. Preis in der Kategorie Materialien und Werkstoffe
Lastpfadgerechte innere Strukturierung 3D-gedruckter Bauteile auf Submillimeter­-Ebene
Ziel ist es Bauteile zukünftig so herstellen zu können, dass sie ideal an die vorherrschende Belastung angepasst/ausgelegt sind. Realisiert werden könnte dies durch Eindrucken von verstärkenden Partikeln oder gar reaktiven Phasen (Design of Materials) mittels „binderjetting“-Prozess.
TEAMMartin Ehlers, Uni BRE
Daniel Falkowski, Uni BRE
Onur Ortac, Uni BRE
Dr. Dirk Lehmhus, IFAM
Dr. Axel v. Hehl, IWT
Dr. Sebastian B. Hein, IFAM

3. Preis in der Kategorie Prozesse und Verfahren
Kontinuierlicher 3D-Druck für die Serienfertigung
Der cDLP-Prozess nutzt die Technik der kontinuierlichen Photopolymerisation nach dem Digital Light Processing (DLP) zur schichtweisen Herstellung von Bauteilen. Es wird eine drehbare Walze als Substrat genutzt. Der untere Teil dieser Walze wird in ein Polymer-Bad eingetaucht und durch eine Lichtquelle mit der Maske der aktuellen Bauteilschicht beleuchtet. Bei der schrittweisen Drehung der Walze wird Schicht für Schicht ein dreidimensionales Bauteil auf dem eingetauchten Teil der Walze aufgebaut. Die fertigen Bauteile können auf der Oberseite der Walze abgetrennt werden. Damit ist die Substratfläche wieder frei und kann wieder „bebaut“ werden. Für den cDLP wurde eine prototypische Anlage aufgebaut und die Funktion des Prozesses mit unterschiedlichen Harzen und verschiedenen Geometrien nachgewiesen.
TEAM
Thorsten Müller, IFAM
Claus Aumund-Kopp, IFAM

Weiter Informationen erhalten Sie aus der Pressemitteilung vom Senator für Wirtschaft und Häfen.


Bildtitel: Die Gewinnerteams mit André Walter (2. v.r.) und Senator Günthner (rechts)
Bildquelle: Senator für Wirtschaft und Häfen